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Kein Rissotto

6. April 2005

Ich hab’ da mal wieder ein wenig experimentiert und da ich im Moment diesen “Zartweizen” (gibt es den eigentlich nur von der Firma mit dem ‘e’ am Anfang?) sehr interessant finde - passt zu Allem, sehr netter Eigengeschmack - kam mal wieder ein wenig Getreide auf den Tisch. Die Zeit läuft Pfanne auf den Herd und vorglühen. Bis die Pfanne richtig heiß ist dauert es ein wenig, in der Zeit können wir schon ein wenig vorbereiten.

Die Aubergine noch mal halbieren und dann in nicht ganz 1 cm breite Stücke schneiden. Die Stücke legen wir dann erst mal zur Seite - Teller, Plastikschälchen, was halt da ist. Die Zucchini wird ebenfalls längs geviertelt. Dann legt man sie auf eine Schnittfläche und trennt mit einem schrägen Schnitt das “Kerngehäuse” raus - das ist einfach nur wässrig und ziemlich geschmacksneutral. danach werden sie in ca. 2 cm breite Stücke geschnitten.

Weiter im Text: Die Pfanne sollte jetzt langsam auf Betriebstemperatur sein, also kommen nach einem Schuss Olivenöl die Auberginen in die Pfanne. Was uns zu meinen ganz speziellen Freunden bringt: Zwiebeln, Knoblauch und Chili. Sie bilden die Basis und geben Geschmack. das wir die Aubergine alleine in die Pfanne getan haben hängt mit der Garzeit von Auberginen zusammen, aber dazu später mehr. Die Zwiebel wird nur grob geschnitten, Sprich von der Wurzel und den Trieben (die Teile oben und unten) befreit, längst halbiert, der papierartigen Haut entledigt und dann der Länge nach kleingesäbelt - alles zw. 2 und 5 mm ist völlig ok.

Wer bis jetzt nicht auf die Idee gekommen ist, die Aubergine in der Pfanne ein wenig zu bewegen, wird sich glücklich schätzen noch eine zweite Hälfte im Kühlschrank zu haben :) Der Knofi wird auch an beiden Enden gekürzt, gepellt, und recht klein geschnitten. Wenn ein paar größere Stücke dabei sind ist das auch kein Beinbruch. Vorsicht beim Chili. Faustregel: je kleiner je schärfer. Hier sollte jeder sein eigenes Maß herausfinden. Ok, die Chilischote halbieren und die Kerne rauskratzen. Danach in etwa 1 mm breite Stücke schneiden. Zwiebeln, Knofi und Chili warten dann ebenfalls in einem Gefäß Eurer Wahl auf die weitere Verwendung. ACHTUNG: Bitte sofort das Messer, das Brett und Eure Hände gründlich waschen. Jeder der sich nach dem Schneiden von Chili mal ins Auge gefasst hat, wird das nie wieder vergessen …

Wenn Die Auberginen langsam Farbe angenommen und Festigkeit verloren haben, tauschen sie den Platz mit dem Zucchini-Zwiebel-Knofi-Chili-Mix, der ebenfalls in Olivenöl angebraten wird. Nach Etwas zwei Minuten kommt der Zartweizen hinzu und nach weiteren zwei Minütchen löschen wir das Ganze mit einem satten Schuss Brühe ab. Wenn dieses Gericht einem etwas Aufmerksamkeit abverlangt, dann jetzt. Zum Einen sollte der Pfanneninhalt immer mal wieder bewegt werden, zum Anderen gibt es ja keine klare Mengenangabe für die Brühe. Im Prinzip geht es darum, dass es weder anbrennt, noch am Ende eine “Plörre” sprich völlig wässrig ist. die ersten zehn Minuten kann, nein muss das Ganze förmlich in der Brühe schwimmen - also das Handgelenk auf rund 350 ml einstellen. Die restlichen 150 ml heben wir uns auf falls es zu trocken wird.

Jetzt noch ein wenig Pfeffer dazu und schon einmal anfangen das angerichtete Chaos in der Küche zu beseitigen - aber das Umrühren dabei nicht vergessen, der tricky Part halt. Nachdem wir nun 15 Minuten lang über ‘zu trocken’ und ‘zu nass’ philosophiert haben - habt Ihr Euch eigentlich jemals gefragt, wann den nun eine Farbahn ‘nass’ ist und deshalb die auf dem Verkehrsschild angezeigt Regel Anwendung findet? Ok, das ist ein anderes Thema …. Jedenfalls sollte Euer Nichtrissotto jetzt gar sein (Ich persönlich bevorzuge es, wenn die Speisen noch ein wenig Bissfest sind, wer auf Pampe steht, köchelt halt noch 5 Minuten länger. das ist auch der Grund, warum die Aubergine nicht die ganze Zeit mitkocht - sie wird nur noch breiig und zu allem Überfluss auch noch Bitter. Ich denke, DASS ist der Grund warum viele sie nicht mögen, wer will schonn eine gräuliche, bittere Pampe auf seinem Teller haben?)

Endspurt: Auberginen zurück in die Pfanne, selbige vom Herd und einfach eine gute Hand voll Parmesan rein reiben, auf Teller verteilen und zu guter letzt noch ein kleiner Schuss Olivenöl drüber geben - fertig und guten Appetit:

Einkaufszettel

  • 130g Zartweizen
  • 1/2 Aubergine
  • zwei kleine Zucchini
  • ~500 ml Hühnerbrühe (Es reicht die gepulverte Bouillon die man überall zu kaufen kriegt. “Wie Rissotto kann man nur mit frischen Hühnerbrühe machen? Stimmt, aber seit wann wird Rissotto aus Zartweizen gemacht?”
  • 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 Chilischote
  • Parmesan zum Reiben, auf dem Teller sind dann rund 30g schätze ich, aber das kann man nicht kaufen und schon gar nicht reiben, also sollten im Einkaufswagen schon um die 100g liegen
  • Pfeffer
  • KEIN Salz - Brühe und Parmesan sind salzig genug
  • Olivenöl
  • einen Mitesser, da das Rezept für 2 Personen ausgelegt ist

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