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Pasta al arabiata ++

14. April 2006

Auch in Bella Italia gibt es ein Nord-Süd-Gefälle, oder veileicht sind es sogar mehrere. Jedenfalls kann man feststellen das im Norden mehr die reichhaltigeren und schweren Sauce vorherrschen während im Süden die Pastasaucen eher leichter sind – z.B.: Bologna im Norden mit dem Klassiker Bolognese und der Süden mit der Napoli.

Wir gehen heute also eher in den Süden, was den vorteil hat, dass es der Hüfte nicht zu nahe tritt und was der eigentliche Grund ist – das Teil soll binnen 30 Minuten auf dem Tisch stehen und nicht stundenlang auf dem Herd vor sich hin köcheln …
Also, auf gehts! (forza!) :)
Das Schwierigste vorweg, welche Teigware nehmen wir denn nun. Ich persönlich bevorzuge Pasta aus Hartweizengries und OHNE Ei. Jede Firma hat ihr eigenes Rezept für den Teig, aber eben nur Eines. Die Form der Pasta ist im Prinzip egal. Physiker mit einer Vorliebe für Oberflächeneigenschaften dürfen sich gerne in den entsprechenden Foren austoben, mir ist es wurscht ob eine Fussilli 3,5 µg mehr Sauce aufnehmen kann als die gemeine Spaghetti …

Ich finde Talgiatelle klasse und deswegen kommen die bei mir ein einen Großen Topf mit vieeeeel kochendem Wasser und ordentlich Salz.
Auf den Packungen steht drauf wie lange die Nudel Baden darf/muss. Nachdem die Nudel im Wasser ist, sollte Letzteres nicht mehr kochen, sondern nur Simmern.

Kommen wir zur Hauptattraktion des Abends – der Sauce!
Das heisst, einen kleinen Schritt zurück. Vor Allem den etwas ungeübten am Messer empfehle ich, dass sie erst alle Zutaten vorbereiten und dann erst anfangen die Nudeln zu kochen. 7 – 8 Minuten Kochzeit können verdammt schnell vorbei sein und zerkochte, völlig labberige Pasta ist nichts was man wirklich essen möchte.
Die Zwiebel einfach nur grob schneiden, sprich Wurzel und Trieb abschneiden, die Pergamentartige Haut entfernen und die Zwiebel der länge nach einmal in der Mitte durchschneiden. Danach einfach nur der Länge nach in maximal 0,5 cm dicke Streifen schneiden.
“HALT STOPP! Pack das Zentimetermaß weg! Jesses!, soweit kommt das noch, dass hier jede Scheibe einzelnd abgemessen wird” Wenn die Teile ein wenig dicker sind, wird daran niemand sterben, also auf, wir essen zeitig. :)

Der Knoblauch wird einfach nur gepellt – Enden abschneiden hilft dabei. Danach einfach in dünne (Dünn ist das was Du dafür hälst) Scheiben schneiden, nein nicht hacken und ich will auch keine Knoblauchpresse sehen.
Kommen wir zum Chilli (YEAH!) Ein Chillischote reicht und ist auch nicht zuviel, da wir sie jetzt entschärfen. Mehr ist möglich aber bitte mit den Pickeln (Mitessern) abstimmen ;)
Den Stengel der Schote brauchen wir nicht, also weg damit. Die Schote der Länge nach aufschneiden und mit dem Messer die Kerne rauskratzen. Das feine Silberhäutchen wird dabei auch gleich entfernt, womit die Chilli nicht mehr so scharf ist. Aber VORSICHT!!! Die Kerne bitte sofort entsorgen und die Hände gründlich Waschen und nicht in die Augen fassen, sonst kommt richtig Freude auf. Die Chilli nun fein schneiden, so fein wie es halt geht.
Kommen wir nun zur Petersielienwurzel, bzw. Pastinake. Die einfach mit einem Sparschäler schälen und danach ebefalls mit dem Sparschäler Streifen von der Wurzel ziehen. Den Schinken je nach Größe der Scheiben in etwas handlichere Stücke zerteilen. Nun einfach noch ein gute Hand voll vom Käse reiben und es kann los gehen.

Die Pfanne ist heiss, das Öl drin, beginnen wir mit dem Thymian gefolgt vom Knoblauch und dem Zwiebeln. Das Ganze einmal gut vermischen und die Chilli reingeben. Wenn Die Zwiebeln anfangen glasig zu werden kommt der Schiken und die Wurzelstreifen hinzu. Umrühren, wenden, ziehen lassen. Inzwischen sollte die Pasta fast fertig sein. Noch ein zwei Minuten, aber prüft besser selbst.

Finale!
Den geriebenen Käse in die Pfanne und die Pasta gleich hinterdrein. Ja, nicht abgiessen. einfach mit einer Nudelzange o.ä. die Pasta aus dem Topf holen und in die Pfanne damit, zwischendurch das Ganze gut schwenken, umrühren, unterheben – egal Hauptsache es kommt Bewegung in die Sache und alles wird gut vermengt. Und wenn ein wenig Nudelwasser in die Pfanne kommt, habt Ihr es goldrichtig gemacht. Die Mischung aus dem Öl, dem (inzwischen) geschmolzenem Käse und dem Nudelwasser ergeben eine beinahe cremige Sauce.

Jetzt die Pasta nett auf einem Teller anrichten, noch ein Schuß Olivenöl drüber, dazu ein leichter, trockener Rotwein und alles ist gut.
Noch schnell ein Blick auf die Uhr: 20 Minuten 32 Sekunden – Perfetto

Zutaten:

  • ~ 400 gr Pasta (Man sagt Pro Person ca. 150 – 200 gr
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chilli-Schote
  • entweder eine Petersieleienwurzel oder eine Pastinake
  • Thymian (entweder frisch, dann bitte klein hacken, 2 gehäufte TL voll, oder aus der (Gewürz)Dose, dann nur einen TL)
  • 150 gr Parmessan oder anderer Hartkäse am Stück
  • 80 gr luftgetrockneten Schinken (z.B.: Parmaschinken, oder Serrano)
  • Olivenöl

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