Des Hunters neuer Begleiter
Woher will man wissen, dass man Pudding nicht an die Decke nageln kann, wenn man es denn noch nicht probiert hat oder warum leckt sich der Hund selbst an den Genitalien…
Getreu diesem Credo haben Ulf und ich uns mit unseren Alter Nōs auf den Weg gemacht um Fjörgyn ein neues Haustier zu zähmen. Ich hatte mit Hornara, meiner kleinen Alli-Schamanin entdeckt, dass die Katzenstatuette, die man an der Dunkelküste findet sich auch ohne Quest öffnen lassen UND es eine gewisse Chance gibt, dass ein Geistsäbler erscheint. Da ich es nicht geschafft habe zu prüfen ob auch Horden-Chars sich an den Statuetten zu schaffen machen können, habe ich Ulf zur Sicherheit mit der Draenei-Schamanin begleitet.
Auf halben Weg durch die Wälder der Dunkelküste drang ein aufgeregtes “Da, ein Bär!” an meine Ohren. Nun sind Bären in Azeroth an fast allen Ecken und Enden anzutreffen und die hier heimischen Exemplare eher klein und schwächlich, sodass ich sie nicht unbedingt als große Gefahr einschätzen würde. Warum also dieser Tumult; die Erklärung folgte auf dem Fuß: Bären sind wohl nicht so einfach zu zähmen und Fjörgyn hatte bisher nicht die Gelegenheit dazu gehabt. Also haben wir uns kurzerhand einen der Biester geschnappt und ihm die Liebe, die nur einem Jäger zu eigen ist, angedeien lassen.
Das Problem hierbei ist, dass ein Bär nicht weniger renitent auf ein solches Unterfangen reagiert wie alle anderen Bewohner Azeroths, nur haben Bären zudem die Unart ihren zukünftigen Herrn und Meister bei der Prozedur auch mal eben kurzerhand um zu werfen, worauf hin dieser mit der Prozedur wieder komplett bei Null anfangen darf. Letztlich hat Fjörgyn es doch geschafft das Vertrauen des Tiers zu gewinnen und fortan reisten wir zu dritt.
Endlich am Ziel angekommen mussten wir uns noch ein paar äußerst unfreundlicher Nagas erwehren ehe wir uns der Statuette, die wir versteckt hinter Trümmern und von Gestrüpp überwuchert fanden, nähern konnten. Glücklicherweise waren meine Befürchtungen unbegründet nachder nur ich versuchen müsste den Geistersäbler in diese Welt zu locken und Fjörgyn dann die Aufmerksamkeit der Bestie auf sich zieht und diese dann auch noch versucht zu zähmen. Nein, auch er konnte das Idol der Katze öffnen. Er verabschiedete sich von unserem pelzigem Begleiter, der sich mürrisch brummend in den Wald zurück zog. Nun war es soweit, vorsichtig näherte sich der Troll der Statuette, musste aber bei näherem Hinsehen erkennen, dass diese beschädigt war.
Es half also alles nichts, wir mussten weiter suchen. Irgendwo hier musste sich eine intakte Statuette befinden, wir spürten es ganz deutlich…
So kämpften wir uns durch das unwegsame Gelände immer wieder behelligt von diesen Nagas. Doch Alles was wir fanden hat sich am Ende als wertlosen Tant erwiesen. Aber plötzlich war es soweit, wir konnte die Präsenz bereits als wir uns der Statuette näherten spüren und kaum als sich mein Freund mit ihr befasste erschien er auch – der Geistersäbler. Geistesgegenwärtig zog Fjörgyn einer seiner kleinen Spielereien aus seinem Rucksack und konnte die Katze so sofort in ein Gefägnis aus purem Eis sperren. Hier begann er nun sich mit dem Tier zu befassen, ihm gut zuzureden und es die Wildheit, die Angst und den Hass vergessen zu lassen.
Die Sekunden zogen sich endlos. Der Eiskristall brach auf und der Säbler stürzte sich sofort auf seinen vermeintlichen Peiniger und hieb mit seinen Klauen auf ihn ein. Doch Fjörgyn wich nicht zurück, ignorierte die Schmerzen und setzte die Prozedur unbeirrt fort. Plötzlich lies die Katze von ihm ab und gesellte sich zu ihm. Es war geschafft, wir waren geschafft. Deutlich konnte ich dem alten Troll die Erschöpfung ansehen, doch seine wachen Augen strahlten wie ich sie schon lange nicht habe strahlen gesehen.
Wir saßen noch eine lange Zeit einfach nur im Gras und liessen die Katze vertrauen fassen. Fjörgyn fütterte sie mit köstliche Rotkiemenfilets. Und später dann machen wir uns auf den Weg zurück. Unterwegs gab es dann die erste Bewährungsprobe. Bisher war die Raubkatze brav bei uns geblieben. Wir lagen ja auch nur faul in der Sonne und haben sie mit Leckereien versorgt, nun stand uns der erste Kampf bevor.
Ein Hilferuf ereilte uns. Dhoko, ein Gildenbruder von mir hat einen Auftrag angenommen, dessen ursprüngliche Beschreibung wenig mit den tatsächlichen Begebenheiten zu tun hatte. Was als eine Art “Babysitten” für einen etwas, nennen wir es mal, schusseligen Forscher angefangen hat, entpuppte sich als harter Knochenjob, da eben dieser halsstarrige Zwerg partout und um jeden Preis eine Ausgrabungsstätte inspizieren wollte. Das es in dieser inzwischen von Golems und anderem Unbill nur so wimmelte war ihm egal. Kurzerhand halfen wir drei dort mit aus und es war eine Freude zu sehen wie sie nur auf einen Fingerzeig von Fjörgyn losstürzte und sich erbarmungslos in ihr Opfer verbiss aber auch sofort von ihm abliess, wenn der Troll es befahl – als ob sie in ihrem Leben noch nichts Anderes getan hätte.
Später in Tanaris hatten wir endlich eine weitere alles andere als unwichtige Entscheidung getroffen. Wie soll sie heißen. Schliesslich brauchte sie einen Namen. Für Fjörgyn stand zweifelsfrei fest, dass sie einen Namen aus seiner Heimat bekommen solle. Einen Namen, der zu ihr passt, der Ausdrückt wer sie ist und woher sie kommt. Sie kam aus dem Nichts, schemenhaft wie der trockene Sommernebel nach dem sie dann auch benannt wurde – Mjørki







Ich würde hier nicht George sondern Nena zitieren: “Im Tretboot in Seenot – treiben wir im Abendrot.
”