Gestern war mal wieder Kino-Tag. Was soviel bedeutet, dass wir zu acht erst einmal den örtlichen Brasilianer gestürmt haben, der allerdings leider wieder bewiesen hat, dass das Service-Personal überfordert ist, sobald die Bude voller ist. Wir hatten Teilweise Gerichte, die am Platz direkt von einem Spieß auf den Teller portioniert werden. Ich fand es interessant, dass man uns die Frage stellte, wo denn unsere Teller wären als der Mensch mit dem Spieß bei uns am Tisch stand; hat man so wenig vertrauen in die eigene Küche, als das man meint, wir könnten die Teller vorziehen? Naja, irgendwann hat man uns dann die Teller gebracht. Leider war das nicht das Ende. Yvonne musste dann leider auch eine völlig vergammelte Kartoffel auf ihrem Teller entdecken…

Aber kommen wir zum angenehmeren Teil des Abends: “The Dark Knight” – nach “Batman begins” Christopher Nolans zweiter Versuch am Thema Batman, wobei Versuch hier das völlig falsche Wort ist. Versuchen klingt nach gewollt aber nicht gekonnt, davon kann hier nicht die Rede sein.Vergessen sind die allzusehr bonbon-haften Verfilmungen der Neunziger, auch wenn ich Tim Burton für einen grandiosen Regisseur halte und Jack Nicholsen als “Joker” klasse war. Nein, diese “Neuverfilmung” mit Christian Bale (als Batman/Bruce Wayne), Morgan Freeman (als Lucius Fox), Maggie Gyllenhaal (als Rachel Dewes), Michael Caine (als Alfred) und Gary Oldman (als Jim Gordon) sind eine sehr gelungene Besetzung, können aber Heath Ledger mit seiner Interpretation nicht das Wasser reichen.

Was dieser Mann aus der Rolle herausgeholt hat ist wirklich atemberaubend, was aber im Grunde auf den gesamten Film zutrifft. Trotz einer Laufzeit von 2,5 h hat der Film kaum Längen, sondern hält eine wie ich finde, gesunde Balance zw. Action und Intellekt. Der Film ist kein plumpes Pop-Corn-Kino und ist dennoch von Anfang an spannend und unterhaltend. Einer der besten Filme, die ich seit langer langer Zeit gesehen habe.

Fazit: 5 von 5 möglichen Fledermäusen.