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Kochen wie ein Mongole

14. September 2008

Naja gekocht habe ich selbst nun nicht gerade und auch das mongolische hielt sich (zum Glück) in Grenzen. Zum Glück deswegen, weil das Ganze von der Art abgeleitet wurde, wie die Heerscharen zu Zeiten von Dschingis Khan auf ihren Feldzügen die Speisen zubereitet haben. Aber worum geht es hier jetzt eigentlich?Es geht um das Mongo’s. Chrissie hatte mich gefragt, ob wir uns das Restaurant nicht mal genauer und vor Allem von innen ansehen wollten – blöde Frage, natürlich :) Also ab nach Hamburg Hoheluft (weitere Restaurants der Kette gibt es in Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln, München, Ingolstadt und Frankfurt (Main))
Ok, aber was soll das jetzt mit den Mongolen? Aaaaalso, dem ollen Dschingis seine Mannen hatten keine ausgeklügelte Logistik mit Gulaschkanone und Imbissbuden waren in dem Teil Asiens auch eher selten zu finden. Also hat man sich alles, was nicht bei drei verschwunden war geschnappt und auf den Grill repr. heiße Steine gepackt und gebrutzelt. Im Mongo’s geht es dann aber doch ein wenig “zivilisierter” vor sich und keiner der Gäste muss losziehen und bewaffnet mit Pfeil und Bogen bzw. einer Sichel seine Mahlzeit erjagen – hm, warum muss ich jetzt gerade an den Film “eat the rich” denken..?

Was aber geblieben ist, sind die heißen Steine(platten) auf denen einem das Personal das vorher Zusammengestellte brutzelt und das läuft so: Man bekommt ein kleines Holztäfelchen auf dem der Tisch und die gewünschte Marinade verzeichnet ist und befüllt ein Schälchen an einem Buffet mit rohen Zutaten. Zu finden wären hier z.B.: Bambussproßen, Austernpilze, Möhren, Süßkartoffeln, Kohl, Nudeln, aber auch Erdnüsse, Kräuter, Knoblauch, Chili und vieles mehr. “Äh, hast du nicht ‘was vergessen? Bis hierhin war es Nahrung für die Nahrung und nichts zum Essen!” “Gemach gemach” Der letzte Teil des Buffets war den tierischen Proteinen vorbehalten, wo man neben dem klassischen Rind, Schwein und Geflügel auch Meeresfrüchte (u.a. Scampi, Viktoriabarsch oder Lachs) auch etwas Ungewöhnlicheres gibt. Zumindest sind für mich Känguru, Krokodil, Kudu und Zebra nicht sooo alltäglich :)
Kleine Anmerkung: Känguru kann man essen, ist aber geschmacklich doch nicht so ungewöhnlich, wie man denken mag…

Marinade, da war doch noch was. Es gibt mehrere Marinaden, die man sich vorher aussuchen kann. Über Kokos, Erdnuss, Chili-Knoblauch und Ananas ist alles dabei. Auch die Schärfe ich völlig ok im Sinne von, kann man (fast) alles essen. Fast deswegen, weil die ganz scharfe Marinade für viele doch ein wenig heftig sein dürfte, aber der Rest – lecker! Nachdem man sich also sein Schälchen zusammengestellt und bei den Köchen abgegeben hat, kann man entspannt an seinen Tisch zurückgehen und bekommt ein paar Minuten ein sehr frisches und knackiges Mahl. Je nachdem, ob man One-Way oder das rundum-sorglos-Paket bestellt hat kann man immer wieder und so oft man will an Buffet und sich immer neue Kombinationen zusammenstellen

Die Preise variieren, je nach Tageszeit (!!!) und wie oft man zum Buffet gehen möchte zwischen 9,50 € (Quick Lunch zur Mittagszeit) und 21,90 € (Abends und so oft man möchte). Ich bin der Meinung, dass der Preis gerechtfertigt ist. Denn das aufmerksame Service-Personal führt einen freundlich und kompetent durch die Besonderheiten des Restaurants und das Ambiente hat nichts von einer Mensa oder Kantine, sondern ist rundum stimmig.

Ich bin dort sicher nicht zum letzten Mal gewesen…

Filed under: Faster Food, Realsatire | Comments (3)

3 Kommentare

  1. Chrissie 16. September 2008 @ 07:16

    Ja, lecker war’s :-) Aber jetzt brauche ich ja meine Rezension nicht mehr zu veröffentlichen :-(

  2. -,Rolle 16. September 2008 @ 09:18

    und warum nicht? Es ist doch immer gut eine zweite Meinung einzuholen ;)

  3. Nic 19. September 2008 @ 11:34

    Jetzt hab ich Hunger…richtig Hunger… *g*

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