In Kolumbien
2007-12-31 Puñta Boliva
0Klar, Müßiggang ist aller Laster Anfang aber wenn man denn auf so angenehme Art und Weise dazu eingeladen wird, wer könnte da schon wiederstehen…
Wir haben es heute einfach mal etwas ruhiger angehen lassen. Aufstehen, Frühstück (Arepa mit einer Mischung aus Reis und Rührei) und dann – ja dann, keine Ahnung. es ist ein herrliches Gefühl alles zu vergessen. Ich habe schon seit geraumer keine Ahnung mehr, was für einen Wochentag wir haben und das Datum ist auch nur noch eine fiktive Zahl ohne Bedeutung. Allein die Einträge im Blog, bzw. die entsprechenden Notizen im Block sind diesbezüglich ein Anker zur Realität.
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2007-12-30 Puñta Boliva
0 Wenn das so weiter geht, werde ich hier noch zum Frühaufsteher. Was will man auch anderes erwarten, wenn die Sonne ab 6:00 mit aller Macht beginnt die Umgebung wieder auf über 30° C zu erwärmen
Irgendwann um kurz nach acht ging bei mir nichts mehr – raus aus dem Bett und ab an den Frühstückstisch. So sehr ich die Arepas – Teigfladen aus Maismehl – zusammen mit Rührei und ein Wenig Käse als Frühstück lieb gewonnen habe, so wenig kann ich mich mit der Eigenart anfreunden, Alles fürchterlich süß zu gestalten. Besonders der erste Kaffee des Tages ist für mich enorm wichtig (“There’s no life before coffee”) und der geht mir in der Zuckerversion halt nur sehr widerwillig die Kehle runter
Und hier wird der Kaffee von der Muchacha, der guten Seele des Hauses für Alle in einem großen Topf mit viel Zucker zubereitet (weiterlesen …)
2007-12-29 Puñta Boliva
0Nun bin ich also im Vorhof zur Hölle, vielleicht aber auch nur in dessen Heizungsaum. Nein im Ernst, dass Häusken hier ist wirklich sehr nett. Im ersten Moment dachte ich noch, mich träfe der Schlag, als ich gesehen habe, dass die Dusche nur kalten Wasser im Angebot hat. Aber jetzt mal unter uns: Bei den Temperaturen draußen, hätte ich den Warmwasserhahn eh nur um mich daran ggf. festzuhalten angefasst. (weiterlesen …)
2007-12-28 Kolumbien
0 Vamos a la Playa
Dieser 80er Jahre Sommerhit und Qual meiner Ohren bekommt hier ein völlig neue Bedeutung, da wir heute Medellin für eine Woche den Rücken kehren und gen Norden an die Küste (Karibik!!!) fahren werden um dort einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Etwa zehn bis 12 Stunden sollte die teilweise durchs Hochland führende Tour dauern.
Morgens um 5:00 hatten wir uns alle am Treffpunkt an einer der Ausfallstraßen Medellins eingefunden um im Konvoi die Tour in Angriff zu nehmen. (weiterlesen …)
2007-12-27 – Medellin
0 Irgendwie war das heute ein ganz merkwürdiger Tag. Er fing komisch an und wurde irgendwie auch nicht besser…
Irgendwann gegen 7:00 wach geworden, konnte ich nicht mehr einschlafen. Und das obwohl ich nach der Tour gestern Abend wie ein Stein hätte schlafen müssen. Stattdessen habe ich ich mich immer wieder umgedreht und bin dann gegen 9:00 entnervt aufgestanden und Beiträge für das Blog geschrieben und Fotos gesichtet. Claudia und der Rest der Familie waren bereits auf dem Sprung, von MoYo keine Spur – nur ein gleichmäßiges Schnorcheln verriet wo er war. Irgendwann machten sich alle auf den Weg, den Patzer von gestern mit dem Vergnügungspark ausmerzen. Da ich noch ins Internetcafe wollte um die Berichte und die Fotos online zu bringen bin ich nicht mit. Außerdem wollten uns MoYo und ich heute um meine Malaria-Prophylaxe kümmern. Das Medikament (Malarone(R)) wird zwei Tage bevor man in ein Malariagebiet reist eingenommen und erst nach dem siebten Tag, nachdem man aus dem Gebiet wieder raus ist abgesetzt.
2007-12-26 – Medellin
0 Der 2. Weihnachtstag ist keiner, zumindest haben haben wieder alle Geschäfte geöffnet und auf den Strassen herrscht das bekannte geschäftige Treiben.
Da ich beruflich öfters verreise und außerhalb übernachten muß, habe ich eine fertig gepackte Kosmetiktasche, die ich mir beim Kofferpacken einfach nur gegriffen habe. Leider ohne den Langhaarschneider, mit dem ich meinen Bart unter Kontrolle halte. Da ich inzwischen aussehe wie Konfuzius persönlich war guter Rat nicht teuer und der Weg zum Friseur kurz. (weiterlesen …)

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